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Das Paradies 

Woher kommen wir? 

Im 1. Buch Moses, Genesis, steht der Mensch noch im Einklang mit der Natur. Doch dann gibt der Mensch der Verlockung des Teufels, der in der Geschichte durch eine Schlange symbolisiert wird, nach und widersetzt sich so der Weisung Gottes.

Im Christentum und im Judentum kommt diese Geschichte vor. Mit dem Apfel vom verbotenen Baum wird die Abkehr von Gott zum Ausdruck gebracht. Deshalb werden Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben und deshalb müssen sie sterben. Damit beginnt der Kreislauf des Lebens – Leben und Sterben.

                                    

Wie ist das Paradies? 

Bis heute spricht man von einem Leben nach dem Tod in paradiesischen Zuständen.

Und bis heute kämpfen manche mehr oder weniger dafür, ins Paradies zu kommen. Traumhafte Orte, besondere Landschaften, Kulturen und unberührte Natur stellte man sich als Paradies vor. Auch einige Inseln der Südsee galten seit ihrer Entdeckung als die Verkörperung des Paradieses auf Erden. Auch heute noch verwenden wir den Begriff Paradies für Orte der Entspannung, des Wohlergehens und der Schönheit.

 

Wie sieht das Paradies aus? 

Viele Schöpfungsgeschichten beginnen damit, dass eine göttliche Macht eine blühende Landschaft für die Menschen erschafft. Die Menschen stellen sich dieses Paradies unterschiedlich vor. Arabische und europäische Vorstellungen sind unterschiedlich, weil natürlich auch die Landschaft, die sie kennen, unterschiedlich ist. Das Paradies ist von Menschenhand geschaffen, Mensch und Natur leben harmonisch miteinander und im Paradies herrscht immer Frühling.

 

Wo ist das Paradies? 

Die Religionen geben als Ort das Jenseits an. Dieser Ort ist nicht auf Erden. Oder vielleicht doch?

Zu Zeiten Kolumbus und anderen Abenteurer, also als man immer neue Teile der Welt entdeckte, kamen immer wieder Berichte, dass das Paradies gefunden worden sein sollte. Ein Grund für die Eroberung von Südamerika war z.B. die Legende vom Schatz von Eldorado, von dem man sagte, das dort Gold in den Guatavita See geworfen sein soll. Tiere die neu entdeckt wurden, bekamen oft Namen, die etwas mit dem Paradies zu tun hatten. Orte und Inseln bekamen dabei aber auch Namen, die etwas mit dem Tod zu tun hatten.

Die Kanarischen Inseln bekamen z.. B. die Bezeichnung „Insel der Seeligen“.

Tahiti galt auch seit seiner Entdeckung als Verkörperung des Paradieses auf Erden.

  

Was kostet das Paradies? 

In allen Jahrhunderten arbeiten die Menschen hart, um sich ihre Existenz zu sichern. Außerdem waren sie sehr fromm. Das Paradies war für sie der Lohn für ihr hartes Leben.

In unserer Zeit glauben viele Menschen, dass man sich das Paradies auf Erden holen können, z.B. mit Luxusgütern. Es heißt oft, Geld würde alles bestimmen. Das Shopping wird zu neuen Religion. Das Paradies kann in dem Einkaufszentren gefunden werden und das Einkaufen ist das paradiesische Erlebnis.

 

Wie sehen die Religionen das Paradies? 

Die verschiedenen Religionen haben auch die verschiedensten Vorstellung über das Leben nach dem Tod. Für manche gibt es so was wie ein Paradies, das in schillernden Farben ausgeschmückt wird.

 

  Im Islam dient das irdische Leben als Vorbereitung für das Jenseits.

  „Janna“, das ist der arabische Begriff für das Paradies ,übersetzt heißt es Garten.

 Im Koran besteht das Paradies aus mehreren Gärten. Es gibt vier Paradiesflüsse

          die Honig, reines Wasser, Milch und Wein, der nicht betrunken macht, führen.

 

Christen haben zwar keine feste Vorstellung über ein Paradies, im Neuen Testament

wird aber ein „Himmlisches Jerusalem“ beschrieben. In Gleichnissen wird das Leben nach dem Tod außerdem immer wieder als Festmahl mit Gott beschrieben, bei dem alle gut gelaunt sind, genug zu Essen haben und sich verstehen.

 

Juden haben keine konkrete Vorstellung davon, aber die Hoffnung auf das Kommen des Messias und ein glückliches Ende haben sie auch.

 

 

 

                                              

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