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Die Synagoge

Die Synagoge ist ein Haus der Versammlung und Zusammenkunft. Hier werdet ihr mehr über das Leben in einer Synagoge erfahren.

Was ist überhaupt eine Synagoge?


Die Synagoge ist das Gotteshaus der Juden. Man nennt sie auch als “das Haus der Versammlung bzw. Zusammenkunft”. Sie sind selbständige Einrichtungen.
Im Vergleich zur katholischen Kirche in Deutschland sind die jüdischen Gemeinden freier in der Glaubensauslegung. Das heißt sie können selber bestimmen wie stark sie glauben zum Beispiel mehrere Glaubensgruppen ( Ultraorthodox und Orthodox).
Es gibt sogenannte Synagogenunternehmen, mit welchen sich die meisten Gemeinden zusammenschließen. Diese Verbindungen sind freiwillig und man ist nicht gezwungen sich den Unternehmen anzuschließen. Jeder Jude ist frei, jede Synagoge zu besuchen, dort zu beten und ihr beizutreten, unabhängig davon, wie weit er religiös angebunden ist.

Eine Synagoge hat drei wichtige Funktionen: Ort zur Abhaltung eines Gottesdienstes, Versammlungsort der Gemeinde, Studienplatz


Die Gemeinde hat einen Angestellten, den Rabbiner. Er muss eine Ausbildung haben und erhält eine Ordination. Er ist das religiöse Haupt der Gemeinde.
Außerdem gibt es das sogenannte Synagogenpersonal, dass aus dem Kantor, dem Synagogendiener, dem Laienvorsteher und dem Priester besteht.
Der Kantor leitet die Gemeinde während des Gottesdienstes und des Gebets.
Überwachung des Gottesdienstes ist die Aufgabe des Synagogendieners.
Er ist für die Sicherheit und Instandsetzung der rituellen Gegenstände zuständig.
Der Laienvorsteher ist der Präsident der Gemeinde und ist verantwortlich für die Finanzen der Gemeinde und für andere Angelegenheiten.
Der Priester hat das Recht, als erster zur Thoralesung aufgerufen zu werden.
Außerdem hat er den Vorrang beim Vorbeten des Tischgebets und die Auslösung des Erstgeborenen.
Im folgendem Textabschnitt werdet ihr die Haupteinrichtungen einer Synagoge kennen lernen.
Die Haupteinrichtungen einer Synagoge sind die Heilige Lade, ein Behälter, in dem die Thorarollen aufbewahrt werden. Der Almemor ist eine Plattform oder ein Tisch, von dem aus die Thorarollen verlesen werden. Die Plattform ist meist über zwei Stufen zu erreichen und mit einem Geländer umgeben.
Bewegliche Stühle dienen in Synagogen als Sitzgelegenheiten, Reformgemeinden bevorzugen wegen des ordentlichen Anblicks feste Stühle. Außerdem gibt es Lesepulte, sie dienen als Aufbewahrung der Gebetbücher, Gebetschals und Gebetsriemen und ein Waschbecken für die Händereinigung vor dem Gebet.   

 

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